Flexibilisierung durch BPM
Aktualisiert (11. Juni 2010)
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„BPM, Baustein zur Flexibilisierung der Unternehmenssteuerung, -prozessen und –IT"
Vorbemerkungen
Viele Branchen sehen sich durch die Weltfinanz- und –wirtschaftskrise vor einem massiven Strukturumbruch. Wollen Unternehmen überleben, müssen sie mehr noch als früher dem Primat der Profitabilität in internationalen Maßstäben genügen. Ein Wettbewerbsfaktor jedoch, der sich mehr und mehr herauskristallisiert, ist die „Flexibilität von Unternehmen.“
Wie können neue Produkte und Dienstleistungen rechtzeitig an den Markt gebracht werden?
Können Leistungserstellungsprozesse und -IT frühzeitig auf Vorstöße der Wettbewerber oder veränderte Kundenanforderungen angepasst werden?
Entsprechen diese Prozesse und IT-Modelle den regulatorischen Anforderungen wie BASEL II oder Sarbanes Oxley?
Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass verschiedene Auguren wie die Gartner Group die "Vision eines Echtzeitunternehmens" heraufbeschwören, das sich den geänderten Anforderungen zeitgemäß stellt und darauf adäquat reagiert. Welche Handlungsmöglichkeiten haben die Unternehmen vor diesem Hintergrund?
BPM ist ein Konzept, das hilft die Flexibilität des Unternehmens zu erhöhen.
1. Entwicklung zu einem modernen BPM - Business Process Management
In den letzten Jahrzehnten beschäftigte man sich in den Unternehmen mit der effizienten Ausführung und Optimierung von einzelnen Funktionsbereichen. Dabei stand der Gesamtzusammenhang von Prozessen und IT im Hintergrund. Vertikale Applikationen mit den bekannten Problemen wie Medienbrüchen, abbrechenden Kommunikationskanälen oder Systemsprüngen entstanden. Kurz: das Bild einer gewachsenen jedoch zerklüfteten Unternehmenslandschaft. Michael Hammers „Business Process Re-Enginieering“ und die parallel sich durchsetzende Qualitätswelle (wie ISO 9xx, TQM - Total Quality Management, Continous Improvement…) versuchten das Augenmerk auf durchgängigere Prozesse zu lenken.
Der Fokus in der Vergangenheit lag in Ermangelung der erforderlichen Werkzeuge oft auf dem Modellieren („Zeichnen“) und Dokumentieren von Prozessen. Es waren jedoch verschiedene Erfolge zu verbuchen.
Dennoch wurde zeitgleich beobachtet, dass Aufwand, Abstimmungs- und Koordinationskosten abteilungsübergreifend sowie zwischen Fachabteilung und IT stiegen. Unternehmen wenden heute meist 40-50% ihrer IT-Kosten auf, um bestehende Applikationen zu unterstützten bzw. neue Funktionalitäten einzuführen. Die Erwartungen der Anwender, des Managements wurden zunehmend enttäuscht, denn Änderungen von Prozessen führen sofort und notwendigerweise zu Änderungen in den Applikationen. Letztere können nur fehleranfällig, langsam und teuer adaptiert werden. Der Graben zwischen Management und Fachabteilungen einerseits und der IT andererseits wächst, denn Flexibilität in Prozessen und Anwendungen ist das Gebot der Stunde.
Nach der Gartner Group ist es das Ziel eines Real-Time-Unternehmens unter Beibehaltung der gewachsenen IT-Umgebung eine neue Kommunikations- und Interaktionsplattform zu schaffen, die die zugrundeliegenden Prozesse wirklichkeitsnah abbildet, die Integration der übernommenen Backend-Systeme verbessert und einen durchgängigen Workflow schafft, wobei dies zeitnah durch Verantwortliche kontrolliert werden kann.
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